Aktuelles

Änderung 2. Leichenschau Krematorium zum 1.3.2019

Gesetzesänderung zur zweiten Leichenschau

Der Ablauf der Leichenschauen bisher

Nach dem Tod eines Menschen wird während der sogenannten Ersten Leichenschau durch einen Arzt formal bestätigt, dass dieser nun gestorben ist. Oft erledigt dies der Hausarzt oder ein Krankenhausarzt. Bei dieser Leichenschau begutachtet der Arzt unmittelbar den toten Körper und stellt den Totenschein aus. Hierbei gibt es eindeutige Indizien für einen vorliegenden Tod, wie beispielsweise Totenflecken oder Totenstarre.

In Deutschland ist es (mit Ausnahme von Bayern) gesetzlich vorgeschrieben vor einer Einäscherung in einem Krematorium eine Zweite Leichenschau durchzuführen.

In Deutschland sind Bestattungsgesetze Landesrecht. So werden in Hessen die Gesetze im „Friedhofs- und Bestattungsgesetz (FBG)“ formuliert.

Die Zweite Leichenschau ist in der Vorgehensweise meist gründlicher und von einem besonders ausgebildeten Facharzt auszuführen. Denn durch die Kremierung werden mögliche kriminalistisch relevante Hinweise vernichtet. Der Arzt überprüft dabei unter anderem:

  • die richtige Identität des Toten,
  • ob es möglicherweise Hinweise auf eine nicht-natürliche oder ungeklärte Todesursache gibt,
  • ob es zu Fremdeinwirkung gekommen ist.

Die Gesetzesänderung zur Zweiten Leichenschau: Ab dem 1. März 2019 wird in Hessen das geänderte Friedhofs- und Bestattungsgesetz in Kraft treten. In Zukunft soll die Zweite Leichenschau nur noch von rechtsmedizinischen Instituten (der Rechtsmedizin Gießen und Frankfurt) durchgeführt werden.

Bedeutet für uns: Das Rechtsmedizinische Institut erwartet einen "schnellen Zugang" zum Verstorbenen und wir müssen die Verstorbenen, wieder ausschliesslich in einem Talar einkleiden. Eigene Kleidung ist nicht mehr zulässig.

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